Telemonitoring: Entscheidung für mehr Lebensqualität
Telemonitoring bedeutet für den Patienten, dass traditionell zeitlich bestimmte Untersuchungsintervalle durch medizinisch begründete Termine ersetzt werden. Dieser Umstand trägt zu einer beachtlichen Steigerung der Lebensqualität des Patienten bei. Durch das schnelle Erkennen gesundheitsrelevanter Veränderungen wird auch gleichzeitig seine medizinische Betreuung verbessert. Medizinische Fachkompetenz wird somit effizienter genutzt.
Als Beispiel sei die Betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, eine der mit zunehmendem Alter häufigsten kardiologischen Erkrankungen, genannt. Bereits im Jahr 2003 startete die GETEMED in Zusammenarbeit mit dem Telemedizin-Zentrum Brandenburg eine Studie. Die VitaGuard®-Monitore, die bereits über eine integrierte Schnittstelle zur Onlineüberwachung und Datenübertragung via Telefon oder Handy verfügen, erwiesen sich für die Realisierung der Datenerfassung und Auswertung als besonders geeignet. Sobald die Patienten die Klinik verlassen haben, erfassen die mobilen VitaGuard®-Monitore einmal täglich alle relevanten physiologischen Parameter, während sie zu Hause uneingeschränkt ihren Alltag nachgehen können. Die Messung und die verschlüsselte Übertragung der Vitalparameter benötigen nur wenige Minuten. Es können auch zusätzlich Angaben zum Gewicht, zur Befindlichkeit und zur Einnahme von Medikamenten an das Telemedizin-Zentrum gesendet werden. Dort werden die Daten ausgewertet und dem betreuenden Hausarzt in Form von Berichten regelmäßig übermittelt.
Dem Arzt liegen damit objektive Daten vor, die Entscheidungen über eine Krankenhauseinlieferung erleichtern oder unnütze Krankenhausaufenthalte vermeiden lassen. Dies kann zu beachtlichen Reduzierungen der Gesundheitskosten führen.
Im Mai 2010 ist GETEMED mit dem von der EU-Kommission vergebenen „RegioStars Award 2010“ für seine innovativen Leistungen im Bereich der Telemedizin ausgezeichnet worden. Es werden innovative Konzepte, die im Rahmen der Europäischen Kohäsionspolitik gefördert wurden, ausgezeichnet und bekannt gemacht. An den diesjährigen Award nahmen 87 Projekte aus allen 27 Ländern der EU teil.
